Seit ich selbstständig bin, war mir wichtig, nicht nur für Kund:innen zu arbeiten, sondern auch etwas an die Gemeinschaft zurückzugeben, in der ich lebe. Denzlingen ist mein Zuhause – und hier engagieren sich Menschen tagtäglich ehrenamtlich, um anderen zu helfen, Sicherheit zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen.
Als ich erfahren habe, dass die Freiwillige Feuerwehr Denzlingen ihr 100-jähriges Jubiläum feiert – gemeinsam mit 30 Jahren Jugendfeuerwehr – war für mich schnell klar: Dieses Engagement möchte ich unterstützen. Nicht als Auftrag, sondern aus Überzeugung. Ich habe den damaligen Kommandanten Martin Schlegel kontaktiert und angeboten, die Jubiläumsveranstaltung ehrenamtlich fotografisch zu begleiten.
Mir ging es dabei nicht um einzelne Bilder oder eine bestimmte Aufgabe, sondern darum, diesen Tag als Ganzes festzuhalten: die Menschen, die Gemeinschaft, die Atmosphäre und das Gefühl, das entsteht, wenn Ehrenamt sichtbar wird. Was als einfaches Angebot begann, entwickelte sich an diesem Tag zu einem tiefen Einblick in eine Gemeinschaft, die seit 100 Jahren für Denzlingen da ist.
Ziel & Bildsprache
Mein Ziel war klar: Ich wollte die Feuerwehr so zeigen, wie sie an diesem Tag war — ein lebendiges, engagiertes Team zwischen Tradition, Nachwuchsarbeit und moderner Einsatzbereitschaft.
Die Bildsprache sollte dokumentarisch bleiben: echte Momente, spontane Reaktionen, viel Nähe, wenig Inszenierung.
Im Fokus standen:
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die Menschen, die dieses Ehrenamt tragen,
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die Jugendfeuerwehr als Zukunft,
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der historische Bezug,
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der Festzug durch den Ort,
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und die emotionale Bedeutung eines solchen Jubiläums für Denzlingen.
Umsetzung & Behind the Scenes
Der Tag begann am Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen. Von dort zog der gesamte Festzug los — durch die Stuttgarter Straße, vorbei an der Bäckerei Dick, über die Hindenburgstraße und weiter bis zum Kreisverkehr an der Vörstetter Straße. Ich bewegte mich zwischen den Formationen, suchte Perspektiven, die nah dran sind und trotzdem den Charakter des Zuges zeigen: Persönlichkeiten, Uniformen, jahrzehntelange Erfahrung, frische Energie der Jugendfeuerwehr.
Am Rettungszentrum angekommen, baute sich die gesamte Kulisse des Jubiläums auf: Übungen, Fahrzeuge, Besucher, historische Elemente. Und dann kam ein Moment, der so nicht geplant war:
Die Presse wollte ein Foto aus der Höhe, aber niemand wollte auf die Drehleiter steigen — zu hoch, zu wackelig, zu viel Respekt. Ich wurde gefragt: „Willst du das machen?“
Natürlich wollte ich.
Wenige Minuten später war ich im Korb der Drehleiter, hoch über Denzlingen, mit einem Blick auf das Jubiläum, der alles gleichzeitig zeigte: Geschichte, Gemeinschaft, Einsatzkultur. Die Bilder aus dieser Perspektive sind bis heute meine persönlichen Favoriten.
Im weiteren Verlauf dokumentierte ich die verschiedenen Übungen:
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eine historische Handspritze, die per Muskelkraft betrieben wird,
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eine realistische Rettungsübung im Übungsturm des Rettungszentrums, inklusive Rauch und Personenrettung,
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das Zusammenspiel zwischen Einsatzabteilung, Jugendfeuerwehr und medizinischer Versorgung.
Als die Besucher langsam gingen, blieb ich noch — und plötzlich war ich mittendrin im Feuerwehralltag ohne Publikum. Gespräche ergaben sich wie von selbst. Mehr als zehn Kamerad:innen sprachen mich an, ob ich nicht beitreten wolle.
Einer davon war Marco, der stellvertretende Kommandant — und witzigerweise mein Nachbar aus dem selben Haus. Dieser ehrliche Zuspruch hat mich berührt und mir gezeigt, wie offen und wertschätzend diese Gemeinschaft ist.
Daraus entstanden später Gespräche über Foto- und Videoformate, über Social Media, über langfristige Kommunikation. Heute stehe ich mit der Feuerwehr und der Gemeinde in engem Austausch, um künftig die visuelle Kommunikation zu stärken — als Social-Media-Beauftragter und fotografischer Begleiter.
Ergebnisse & Learnings
Ich habe an diesem Tag viel über Ehrenamt, Teamgeist und Kommunikation gelernt. Vor allem aber wurde mir bewusst, wie wertvoll visuelle Arbeit für Vereine, Organisationen und kommunale Einrichtungen sein kann.
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Learning 1: Dokumentarische Nähe schafft Vertrauen — und damit echte Bilder.
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Learning 2: Ehrenamt verdient professionelle Sichtbarkeit.
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Learning 3: Gute Zusammenarbeit wächst aus ehrlicher Wertschätzung und persönlichem Kontakt.
Ausblick & Call-to-Action
Für mich endet dieses Projekt nicht mit dem Jubiläum. Die nächsten Monate begleite ich Übungen, porträtiere Mitglieder, dokumentiere die Nachwuchsarbeit und entwickle gemeinsam mit dem neuen Kommando unter Jens Koschella und Marco Barnick Social-Media-Formate für die Feuerwehr Denzlingen.
Wer in Denzlingen oder Südbaden ein Projekt hat, das visuell begleitet werden soll — ob ehrenamtlich, kommunal oder gewerblich — kann sich gern melden. Gute Bilder entstehen dort, wo Menschen etwas bewegen.
→ Kontakt: Jetzt anfragen
→ Kunde: Freiwillige Feuerwehr Denzlingen
FAQ
Wie läuft eine Eventbegleitung bei Ehrenamt oder Kommunen ab?
Wir klären Ziele, sensible Bereiche und gewünschte Motive im Vorfeld. Vor Ort arbeite ich ruhig, dokumentarisch und unaufdringlich.
Kann ich als Feuerwehr oder Verein ehrenamtliche Unterstützung anfragen?
Ja — wenn es thematisch passt und regional sinnvoll ist. Manche Projekte entstehen genau aus solchen Begegnungen.
Wie schnell sind die Bilder verfügbar?
In der Regel innerhalb weniger Tage, bei größeren Projekten nach gemeinsamer Abstimmung.